Musikmesse 2007

Musikmesse 2007

Musikmesse 2007Es war wieder einmal so weit, die größte Musikmesse und die Prolight + Sound öffnete vom 28.-30.3. für Fachbesucher und am 31.3. für alle Musikinteressierten ihre Tore. Mit 108.000 Besuchern und 2.400 Ausstellern konnte die Messe ein deutliches Plus verzeichnen. 250 Musik-Events mit Stars aller Musikrichtungen bildeten das Rahmenprogramm. Neu in diesem Jahr waren die Halle 1.2 bow, Zupf- und Streichinstrumente und Zubehör und in der Halle 4.2 musikbiz mit Tonträger-Labels. Musikverlage, Presswerke, Konzertveranstalter usw. Hier hielt sich die Beteiligung allerdings noch in kleinem Rahmen. Auch die verschiedenen Veranstaltungsbereiche wurden um die musikbiz Stage erweitert, auch viele Aussteller präsentierten diesmal ihre eigenen Bühnen. Großen Wert legt die Messe auf den Nachwuchs. Es ist wichtig das die Kunden von Morgen nicht nur den PC oder den MP3 Player bedienen können, sondern auch noch ein Instrument spielen. Im Forum 1 gab es während der gesamten Messe Musik-Mitmach-Aktionen für Kinder unter dem Motto "musik4kids". Auch die Entscheidung der SchoolJam - mehr Power für junge Talente, fand am letzten Messetag statt, die Gewinner PEACHBOX aus Paderborn.


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Der Frankfurter Musikpreis wird auch zur Messe verliehen, Peter Eötvös, Dirigent, Komponist und Lehrer, ist 25. Träger des Frankfurter Musikpreises. Für reichlich Rahmenprogramm zwischen Big Band der Bundeswehr bis zu Best European Drummer Contest sorgten Namen wie Ulli Bögerhausen, Manni von Bohr, Matthias "IA" Eklundh & Jonas Hellborg Band, EV Funk Alliance, Christophe Godin, Chris Thompson & The Blade Brigade, Billy Ward, Die Killerpilze, Billy Cobham, Hiriam Bullock, Marc Rerenzi, David Garibaldi, the worlds fastest shredder Michael Angelo Batio, Stu Hamm und viele mehr.

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EVHDie Frage ist ja immer: Gibt es wirklich Neues in diesem Jahr? Kann man Musikinstrumente neu erfinden? Ich glaube wirklich Neues gab es nicht,  es gab viele neue Designs,  Feintuning und Verbesserungen und in diesem Jahr deutlich zu erkennen "Retro" wohin man schaut. Mein Messerundgang viel in diesem Jahr aufgrund von Nachwirkungen einer Sprunggelenkfraktur etwas kleiner aus. Mein erster Gang nach dem Besuch des Pressezentrums um Informationen zu sammeln, ist natürlich immer die Halle 4. Dort wird man im Erdgeschoß als erstes vom riesigen Stand der Firma Fender begrüßt.  Gleich in der Front findet sich immer eine tolle Fender StratocasterAuswahl vom Fender Custom Shop, fast alle dieser edelen Teile trugen schon am zweiten Messetag ein "Sold" Schild.  Unter dem Dach von Fender sind ja inzwischen einige Marken und Modelle vereint. Zwei edel Repliken waren Blickfang, die Gretsch Brian Setzer Tribute Guitar, eine 1959er Gretsch 6120 mit den Aufklebern und Würfel Potis und die Eddie Van Halen EVH Frankenstein Replica Guitar im typischen Streifen Design mit der merkwürdigen Tonabnehmer Bestückung und Verdrahtung. Ausgestattet natürlich mit einem Floyd Rose das durch Van Halen berühmt wurde, Schaller Mechaniken und einigen Detaills wie den 1971er Quarter unter dem Tremolo und den Reflektoren auf der Rückseite. Die bevorstehende Reunion von Van Halen sieht man auch auf vielen anderen Ständen, z.B. bei den Effekt Geräten. Die Fender Vintage Serie läßt keine Wünsche offen, Vintage Gitarren im tollen Design aber mit modernster Technik sorgen bei der Hot Rod 57er Strat, der 52er Tele und der 62er Strat für tollen Sound und komfortables Spiel.
"Howdy, City Slickers and welcome to the rowdiest collection of acoustic guitars this side of the Mississippi!". Unter diesem Motto präsentiert Gretsch eine Reihe von Americana Akustik Gitarren, geeignet für die Straße und das Lagerfeuer.

Fender Custom Shop  Gretsch Americana Akustik Gitarren  Fender Custom Shop


Marshall 2203KKVictoria MarshallGleich nebenan zeigt die überlebensgroße Victoria Marshall den Generationswechsel in der Firma an. Jim Marshall ist aber trotz hohen Alters nicht untätig, mit Kerry King von Slayer hat er den 2203KK Signature und mit Zakk Wylde an den Vintage Re-Issue des JCM800 gearbeitet. Mit der JVM Serie kommen 100 Watt Vollröhren 4 Kanal Verstärker die keine Wünsche offen lassen. Die Vintage Modern Valve Amps bieten klassische Sounds mit modernster Technik. Durch die Einführung eines Pre-Amps der mit zwei Volume Reglern Body und Detail geregelt wird, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Der Sound kann durch die Lautstärkenregler an der Gitarre beeinflusst werden.


Paul Reed SmithPaul Reed SmithMeine nächste Station der Stand von Paul Reed Smith, der immer wieder eine Augenweide ist. Hervorragende Verarbeitung und edele Designs, ob bei den CEs oder den Standard 22. Neu ist die Singlecut Serie SC 250 bestückt mit Seymour Duncans. Neu bei den Signature Gitarren ist die Chris Henderson mit 3 Pickups und die Mark Tremonti mit Tremolo. Zum verlieben finde ich nach wie vor die Modern Eagle Serie in tollen Hölzern und Farben, auch die neue 513 mit 5 Pickups und 13 Sounds ist bemerkenswert.
Gibson wird digital, mit der Les Paul artigen HD.6X-PRO. Neben den Standard-Pickups (498T/490R) ist sie mit einem neu entwickelten, hexaphonischen Pickup ausgerüstet, der es ermöglicht, das Signal jeder einzelnen Saite unabhängig abzunehmen. Der neue Hex-Pickup sorgt für maximale Dynamik und Attack und ist somit in der Lage das Gitarrensignal absolut authentisch wiederzugeben. Es handelt sich hierbei nicht um ein MIDI-Signal, sondern um die von Gibson entwickelte MAGIC-Technologie. Die über ein Ethernetkabel angesteuerte, separate Break Out Box (BoB) fungiert als zentrale Schnittstelle und liefert mit 6 separaten, analogen Ausgängen zahlreiche neue Möglichkeiten der Signalbearbeitung. Zwei neue Les Paul Classics bereichern das Programm, die Custom und Antique. Für Puristen kommt die BFG Les Paul Raw-Power gerade richtig, fett und laut zu einem günstigen Preis. Green Day Fans werden sich über die Billie Joe Armstrong Signature Les Paul Junior freuen, werden aber gut 2000 Euro dafür ausgeben müssen.
Porl Thompson Signature von SchecterWer eine Gitarre im ausergewöhnlichen Design sucht, könnte Gefallen an der Porl Thompson Signature von Schecter finden. Ansonsten gibt es bei Schecter eine große Palette bei der auch viele Heavy Freunde etwas finden können. Bei ESP gibt es ausser der schönen Auswahl von Modellen aus der Standard Serie Eclipse, reichlich Signature Modelle, für Metallica Freaks die James Hettfield und Kirk Hammett oder für Stones Liebhaber die Ron Wood.
Digitech Red Special Brian May Signature PedalÜber die Line 6 Modeling-Technologie hatte ich ja im letzten Jahr berichtet, dazugekommen sind jetzt Bodenstationen die mit der Variax zusammen arbeiten. Aufgefallen ist mir der Floor Pod Plus der 32 verschiedene Amps, 16 classic Cabs sowie 16 Modulations Effekte zur Verfügung stellt. Als begeisterter Besitzer des Digitech Jimi Hendrix Pedals, musste ich in diesem Jahr natürlich das Red Special Brian May Signature Pedal ausprobieren. Ideal für Queen Cover Gitaristen. Folgende Sounds stehen zur Verfügung: Model 1: „Keep Yourself Alive“ (Intro mit Flanger / Solo mit Flanger) Model 2: „Bohemian Rhapsody“ (Solo / Rhythm) Model 3: „Tie Your Mother Down“ (Intro / Solo) Model 4: „We Will Rock You / We Are The Champions“ (Solo / Solo) Model 5: „Crazy Little Thing Called Love“ (Akustik-Intro / Solo) Model 6: „Brighton Rock - Live“ (Delay Solo / Harmony Pitch) Model 7: „Deacy / A Winters Tale“ (Deacy Unprocessed / A Winter Tale – Solo) Klingt alles toll, insbesondere wenn man bedenkt welchen Aufwand Brian May dafür einsetzt, einen großen Haken hat die Sache jedoch: Man müßte auch wie Brian spielen können, denn ein großteil seines Sounds kommt aus seinen Fingern.  
Bei Hughes & Kettner kann man die neue Statesman Serie bewundern, auch hier wieder die Verbindung vom Vintage Röhrenamp bis zum modernen Overdrive Amp. Ein schönes Tool findet man auf der Website, der Chord Finder für das Handy oder PC. Bei Jim Dunlop treffen sich die Hendrix Freunde um die Jimi Hendrix authentic analog series zu testen, mit dem Signature Wah, Octavio, Fuzz Face,  Rotovibe und Univipe. Zudem gibt es die schöne Jimi Hendrix Collector Pick Serie, zum Spielen fast zu schade. Kein Effekt den es nicht gibt bei Boss, die Auswahl ist riesig, allen voran das Schlachtschiff GT-8 der Nachfolger vom Erfolgsmodell GT-6 jetzt mit Dual-Amp-Modeling ein wahres Soundmonster. Retro Freunde werden sich auch über die Wiedergeburt des Roland Klassikers Space Echo freuen. Boss hat auch Edel GitarrenTownshend was herebewiesen das man Klassiker wie den Fender Deluxe Reverb Amp in ein kleines Effektpedal packen kann, klingt echt retro! Die AES 920 und 620 von Yamaha lassen sich sehen und hören, wer die besonder Nylonsaitengitarre sucht sollte sich die Silent Serie anschauen die auch bei Queen zu Einsatz kommt. Bassisten werden mit der John Myung und Billy Sheehan Signature belohnt.
Die deutsche Traditionsfirma Höfner feiert 120 Jahre, ein Grund für die Club 40 John Lennon Edition und den 50th Anniversary Bass, das Violinbass Modell bekannt durch Sir Paul das auch heute noch viele Freunde hat. Auch Uli Roth spielt Höfner, die HM86 Classic-Guitar mit Cutaway.
Tronical Powertune, das System zur selbststimmenden Gitarre, im letzten Jahr noch Exot hat inzwischen Einzug in viele Gitarren Modelle gehalten. Bei Ibanez feiert man 20 Jahre RG Modelle daher das Steve Vai Sondermodell JEM20TH.
Was noch auffiel: waren zum Beispiel die vielen kleinen Gitarren Hersteller die wirklich tolle Custom Guitars fertigen, ideal für Individualisten, we schon immer mal Hände voll Plektren ins Publikum werfen wollte sollte mal bei Pickworld rein schauen und wer meint das sich hinter www.jimihendrix.de ein Jimi Fanclub verbirgt wird merken das es hier super Gitarren Saiten gibt Hightech made in Germany.


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Weitere Links zu  Herstellern und Firmen gibt es auf meiner Musiker Equipment Seite!

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Text und Fotos M.Marsch © 2007